Alfredo Palacios

Alfredo Palacios, Über mich

Alfredo Palacios lebt seit vielen Jahren in Bern. zog hier eine Tochter und einen Sohn gross und ist verheiratet. Seine Flamencokarriere begann in Barcelonas Strassen. „Ich bin ein Autodidakt.“ Auf den Ramblas von Barcelona habe er grosse Erfolge feiern können. „Weil wir so erfolgreich waren mit unserer Musik, hatte mein damaliger Musikerpartner die Idee, es doch auch in Italien, Deutschland und der Schweiz mit Flamenco zu versuchen.“ Kurzerhand kauften sich die beiden ein Interrail-Ticket und landeten nach vielen Monaten ihrer Strassen-Europa-Tournee schliesslich in der Schweiz.

„Bern ist so schön. Ich liebe diese Stadt! Hier werde ich einmal sterben“, schwärmt der 57-Jährige von der Hauptstadt der Schweiz. Als er 1982 hierhergekommen sei, sei die Schweizer-Flamencoszene noch sehr klein gewesen.„Es gab zwei Gitarristen in Bern, zwei Aficionados: Den Gitarrenbauer Philipp Jean-Mairet und Jürg Gerster. Von ihnen konnte ich viel lernen.“ Gemeinsam mit den Tänzern Pablo de Molina, La Carbona und Franziska Badertscher hätten sie die Flamencoszene in Bern angekurbelt. Woraus später (mit anderen DrahtzieherInnen) auch die Peña Flamenca Los Caracoles entstand, die es heute noch gibt (www.loscaracoles.ch). Und da war natürlich der in Bern lebende Sänger Rafael de Huelva! „Jedes Wochenende standen wir auf der Bühne. In Bern, in Zürich, in Luzern.“

„Klar, dass ich Rafael kenne und schätze wie einen Bruder“, erzählt Alfredo weiter, der nach wie vor vom Unterrichten, von der Tanzbegleitung und von Auftritten lebt. Als Hobby gibt er an, gern Homepages zu kreieren. Dennoch: Seine Leidenschaft gehört allein dem Flamenco: www.flamencogitarre-unterricht.ch

Sonia Bauer

Meine Geschichte in Bern

Als ich im Jahr 1986 nach Bern kam, existierten da bereits eine Flamenco-Szene und drei Tanz-Schulen, nämlich die von Franziska Badertscher, die von Ursula Kohler 'La Carbona‘  und jene von Pablo de Molina. Es gab auch einen Flamenco Gitarren-Lehrer (meinen guten Freund Jürg Gerster). Zuerst begann ich, die Tanzunterrichts-Stunden von Pablo musikalisch zu begleiten, und später die von Franziska Badertscher.

Heute existieren in Bern noch weitere Flamencotanz-Schulen: ‚La Ursula’, ‚Studio Susana’, ‚Alicia Lopez’, ‚Taller Flamenco’, Rocio de Flores’ und weitere mehr. Es gibt neben mir auch einen weiteren Gitarre-Lehrer (Antonio Flores). Meiner Meinung nach fördert all dies die Afición für diese Kunst, und dies ist etwas sehr Positives.

Seit mehr als zehn Jahren existiert in Bern auch ein Club der Flamenco-Aficionados namens ‚Flamenco Vivo’, welcher Abende organisiert, bei denen alle mitmachen können, Gitarrenschüler, Palmeros, Tänzerinnen und Tänzer. Diese Veranstaltungen sind ebenfalls von grosser Bedeutung, weil sie die Liebe zum diese Kunst fördern und unterstützen.

Meine Auftritte in der Schweiz: Während meiner Jahre in Bern habe ich mit meinem Compañero, dem Sänger Rafael de Huelva, an unzähligen Orten und Anlässen in der Schweiz gespielt: In Theatern, an Festivals, an privaten Anlässen, an Hochzeiten, Geburtstagen usw., zu Beginn mit Künstlern aus Bern, später auch mit vielen aus Zürich, Basel, Lausanne und andern Schweizer Städten, wo es natürlich auch Szenen gibt.

Gitarrenunterricht: Vor Jahren beschloss ich eines Tages, Flamenco Gitarrenunterricht zu erteilen. Dies tue ich immer noch, und es ist eine Tätigkeit, die mir sehr viel Freude macht. Ich habe Schüler, die bei Null beginnen, andere, die schon Gitarre, aber noch nicht Flamenco spielen. Auch vermittle ich andere Formen der Flamenco-Interpretation wie beispielsweise Gesang, Rhythmus und Tanz. Ich organisiere daneben Workshops mit anderen Künstlern.

Flamenco-Gitarrist Alfredo Palacios